Erkrankungen der Atemwege Erkrankungen der oberen und untere Atemwege

Bei respiratorischen Erkrankungen handelt es sich um Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege. Ein Schnupfen kann sich im ungünstigen Fall zu einer Nasennebenhöhlenentzündung ausweiten, und eine chronische Sinusitis unbehandelt den Etagenwechsel auf das Bronchialsystem vollziehen. Chronisch entzündete Bronchen wiederum können im Laufe der Zeit Schädigungen der Lunge hervorrufen und möglicherweise karzinogenen Erkrankungen der Lunge selbst gipfeln.

Die Grade der Erkrankungen der Atemwege sind unterschiedlich und reichen von einer gewöhnlichen Erkältung bis hin zur bakteriellen Pneumonie oder einer lebensbedrohlichen Lungenembolie. Diese Krankheiten sind weit verbreitet und gehören zu häufigen Todesursachen. Mehr als zehn Prozent aller Krankenhauseinweisungen passieren aufgrund von Erkrankungen der Atemwege. Die medizinische Fachrichtung, die sich mit der Therapie solcher Erkrankungen befasst, nennt sich Pneumologie, der Facharzt wird als Pulmologe bezeichnet.

Die Symptomatik ist mitunter diffus, umfasst aber meist folgende Symptome: generelles Krankheitsgefühl und Abgeschlagenheit, Kurzatmigkeit (Atemnot), Appetitverlust, Gewichtverlust, Kachexie und eine Verfärbung der Lippen.

Zur Diagnose wird werden unter anderem ein Röntgenbild von der Brust, ein Lungenfunktionstest, eine Computertomografie, eine Bronchoskopie, Ultraschall und/oder eine Biopsie der Lunge herangezogen. Sollte einer asthmatischen Erkrankung eine Allergie zugrunde liegen, werden spezielle Allergietests durchgeführt, wie zum Beispiel der Pricktest.

Die Therapie von Erkrankungen der Atemwege richtet sich nach der Art der Erkrankung, der Schwere und nach dem Patienten selbst, der einiges zur Prävention beitragen kann wie beispielsweise sich ausreichend zu bewegen, gesund und ausgewogen zu ernähren und spezielle Atemtechniken anzuwenden ("Lippenbremse"). Durch eine Hyposensibilisierung kann zudem eine zugrunde liegende Allergie behandelt werden.

Wirksame Medikamente lindern die Beschwerden bei Erkrankungen der Atemwege, wenn Hausmittel nicht mehr ausreichen. Dann kommen u.a. kortisonhaltige Tabletten oder Sprays zum Einsatz, um die Entzündungsprozesse zu stoppen und die Krankheit zu kontrollieren ("Controller"). Bei anfallsartigen Beschwerden, wie Asthmaanfällen mit Atemnot, stehen Bronchien erweiternde Substanzen (Bronchodilatadoren) wie z.B. Salbutamol zur Verfügung, so genannte "Reliever". Auch Antibiotika werden mitunter eingesetzt, um einer bakteriellen Superinfektion der Nasennebenhöhlen Herr zu werden.

In schweren Fällen einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) kommen Sympathomimetika wie Indacaterol oder Tiotropium zum Einsatz, die zumindest wieder einen akzeptablen Alltag ermöglichen. Langjähriges starkes Rauchen stellt hier im Übrigen den Risikofaktor Nummer ein dar, auch für Lungenkarzinome, eine der häufigsten Krebsarten unserer Zeit.

Die weniger schweren Erkrankungen des oberen Atemwegstraktes wie z.B. eine Nebenhöhlen-, Mandel- oder Kehlkopfentzündung sind zwar auch unangenehm, können jedoch durch adäquate Therapie mit entzündungshemmenden Substanzen relativ schnell und gut behandelt werden.

Die häufigste und weitaus schwerwiegendere Erkrankung des unteren Atemwegstraktes ist eine Pneumonie, die z.B. durch Tuberkulose verursacht sein kann. Hier kann es zu Komplikationen wie einem Lungenabszess kommen.

Krankheiten von A bis Z
Krankheiten-Portal.de

Hinweis: Die unter www.krankheiten-portal.de angebotenen Dienste und Inhalte sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.