Stoffwechselkrankheiten

Stoffwechselstörung und ihre Symptome

Stoffwechselerkrankungen entstehen dann, wenn die Produktion von Hormonen ins Ungleichgewicht gerät. Produziert der Körper zu viel oder zu wenig eines bestimmten Stoffes, gerät der Hormonhaushalt ins Wanken. Die Folge sind Stoffwechselkrankheiten. Dies sind die wichtigsten Erkrankungen.

Die am häufigsten auftretende und schwerste Stoffwechselerkrankung ist Diabetes mellitus, umgangssprachlich Zuckerkrankheit. Sie wird verursacht durch eine Störung des wichtigsten Stoffwechselorganes, der Bauchspeicheldrüse. Diese produziert Hormone, die den Blutzuckerspiegel regulieren sollen, vor allem Insulin und Glucagon. Bei Störungen der Bauchspeicheldrüse kommt es also zu einem Ungleichgewicht. Diabetes ist die Folge. Man unterscheidet zwei Arten: Die Typ-I-Diabetes, die ungefähr fünf Prozent aller Erkrankungen ausmacht und hauptsächlich Jugendliche betrifft. Deshalb wird dieser Typ auch "juveniler Typ" genannt. Die häufigere Form ist die Typ-II-Diabetes, die bei älteren Menschen auftritt. Ursache ist ein Insulinmangel oder eine Insulinunempfindlichkeit. Diese kann vererblich sein. Symptome sind starker Durst, häufiges Urinieren, Heißhunger, Juckreiz oder Müdigkeit. Wer unter Zuckerkrankheit leidet, sollte sich gesund ernähren. Übergewichtige sind häufiger von Diabetes betroffen.

Eine weitere, weit verbreitete Stoffwechselkrankheit ist die Schilddrüsenüberfunktion. Bei der Überfunktion produziert die Schilddrüse mehr Hormone als nötig. Dadurch läuft der Stoffwechsel auf Hochtouren. Die Folge sind unter anderem Herzrasen, Nervosität, starkes Schwitzen, Gewichtsabnahme, Unruhezustände und Zyklusstörungen bei Frauen. Sie leiden generell häufiger unter dieser Krankheit als Männer. Eine Ursache für eine Schilddrüsenüberfunktion kann Morbus Basedow sein. Dabei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, die hauptsächlich Frauen mittleren Alters betrifft. Jodmangel kann hierfür Auslöser sein: In Regionen mit guter Jodversorgung tritt die Krankheit seltener auf als in Gegenden mit Jodmangel. Symptomatisch für die Erkrankung sind stark vorstehende Augen.

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion bildet die Drüse zu wenige oder gar keine Hormone. Als Reaktion darauf fährt der Körper alle Stoffwechselprozesse runter. Menschen, die darunter leiden, sind weniger leistungsfähig, werden leicht müde und unkonzentriert, frieren schnell und fühlen sich schlapp. Wird eine Schilddrüsenunterfunktion nicht behandelt, kann sie schwere geistige Störungen verursachen.

Auch die Gicht fällt unter die Stoffwechselkrankheiten. Sie wird ausgelöst, wenn sich im Blut zu viel Harnsäure ansammelt. Sie bildet Harnsäurekristalle, die sich vermehrt in Gelenken und Schleimbeuteln ablagern. Zu viel Harnsäure im Blut resultiert meist aus falscher Ernährung. Es gibt Lebensmittel, die so genannte Purine enthalten. Darunter fallen zum Beispiel Innereien und Fleisch sowie Alkohol. Purine sind im Körper für die Produktion besagter Harnsäure zuständig.

Neben den hier beschriebenen Erkrankungen gibt es noch eine Vielzahl weiterer Beschwerden, die durch Stoffwechselstörungen hervorgerufen werden können, darunter Adipositas, Mukoviszidose, Struma (im Volksmund "Kropf"), Grauer Star oder Rachitis.

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