Geschwüre Geschwulste treten vor allem im Magen auf

Magengeschwür
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Klassifikation nach ICD-10
  • L98: Sonstige Krankheiten der Haut und der Unterhaut, anderenorts nicht klassifiziert

Als Geschwür bezeichnet man einen tiefliegenden Substanzdefekt, der aus dem Körper selbst heraus entsteht. Eben dieser Mangel an Präzision des Ausdrucks macht es schwer, ein Geschwür universell gültig zu beschreiben. Dieser Artikel widmet sich deshalb dem Magen-Darm-Geschwür, welches die wohl häufigste Ausprägung dieser Erkrankung ist.

Bei diesem kommt es zu einem Missverhältnis zwischen der Produktion von Magensäure und der Aufrechterhaltung der Schutzmechanismen, mit welchen sich der Magen schützt. Das Ergebnis ist ein Angriff der Magensäure auf die Strukturen des Magens. Letzterer wird demnach teils sogar zersetzt oder zumindest in seiner Oberflächenstruktur beschädigt.

Symptomatisch äußert sich dieser durch starke, brennende Magenschmerzen, welche insbesondere nach dem Essen auftreten, also genau zu jenem Zeitpunkt, an welchem es zu einer verstärkten Produktion von Magensäure kommt. Doch welche Faktoren können ein solches Geschwür, in diesem Fall ein Magen-Darm-Geschwür, überhaupt auslösen?

Ursachen

Der Hauptgrund für die Bildung eines Geschwürs liegt in Entzündungsprozessen innerhalb des Körpers. Daneben können aber auch die längerfristige Einnahme bestimmter Medikamente und dauerhafter, starker körperlicher Stress zu einer derartigen Entwicklung beitragen.

Im Falle des Magen-Darm-Geschwürs konnte in diesem Zusammenhang bis heute keine exakte Ursachenentwicklung gefunden werden, welche das Aufkommen letztlich auslöst. Als ein wichtiger Faktor dieses Wirkungsmechanismus wird aber heutzutage ein Stäbchenbakterium diskutiert, welches auch im Zwölffingerdarm vorkommt und dort scheinbar für ähnliche Auswirkungen sorgen kann.

Stäbchenbakterien
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Behandlung

Behandlungstechnisch sollte zunächst eine medikamentöse Therapie erfolgen, welcher die regelmäßige Einnahme von Antibiotika zuzuordnen ist. Sollten daraufhin keinerlei positive Effekte zu verzeichnen sein, so kommt auch ein chirurgischer Eingriff in Frage. Eine ärztliche Konsultation ist demnach unumgänglich.

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